Macht von unten

Artikel und Beiträge von Horst Blume

schwarze Rose, Macht von unten, Artikel und Wortmeldungen von Horst Blume

Buch-Neuerscheinung zum 150. Geburtstag Gandhis im Jahr 2019!

Am 2. Oktober 2019 wurde weltweit der 150. Geburtstag von Gandhi gefeiert. An diesem Tag begann ebenfalls der zwölfmonatige Fußmarsch der indischen Landrechtebewegung Ekta Parishad von Delhi nach Genf zum Sitz der UNO.

Aus diesem Grund erschien im Verlag Graswurzelrevolution das Buch "Gandhi. 'Ich selbst bin Anarchist, aber von einer anderen Art'" von Lou Marin und Horst Blume. Ich habe dort den 20seitigen Beitrag "Die gandhianisch geprägte Landrechtebewegung Ekta Parishad" geschrieben. Vom Fotografen Herbert Sauerwein werden in diesem Beitrag sechs Fotos von dem Marsch der Hunderttausend "Jan Satyagraha" (2012) abgedruckt. Hier weitere Informationen aus dem Klappentext des Buches:

Buch: Gandhi "Ich selbst bin Anarchist, aber von einer anderen Art"Mohandas Karamchand Gandhi (1869-1948) und seine gewaltfrei-revolutionären Massenkampagnen in Indien gegen die britische Kolonialmacht sind noch immer eine weltweite Inspirationsquelle und ein emanzipatorischer Gegenpol zu gewaltverherrlichenden und kriegstreiberischen Tendenzen.

In diesem Buch werden staatskritische und pro-anarchistische Stellungnahmen Gandhis in Texten aus drei Jahrzehnten dokumentiert. Auf dieser inhaltlichen Grundlage wird auch auf die Vorwürfe eingegangen, Gandhi sei angeblich "Rassist" oder "Verteidiger des Kastensystems" gewesen. Dass diese Vorwürfe haltlos sind, wird durch die hier vorliegenden Texte deutlich.

Sie zeigen, wie sich Gandhis Positionen entwickelten und radikalisierten: bereits ab 1908 in Südafrika im Kollektiv mit jüdischen Gewaltfreien, ganz besonders aber während der drei Jahrzehnte des anti-kolonialen Kampfes in Indien.

Abschließend wird anhand der aktuellen sozialen Bewegung für Landrechte am Beispiel von Ekta Parishad gezeigt, dass sich diese auf den Salzmarsch Gandhis bezieht und die gewaltfrei-libertäre Tradition noch immer relevant für die Kämpfe von unten im heutigen Indien ist.

Jan Satyagraha von Ekta Parishad 2012 in Indien. Foto: Herbert SauerweinWeitere Verlagsinfos (Inhaltsverzeichnis, Leseprobe) hier:

https://www.graswurzel.net/gwr/produkt/gandhi/

Lou Marin, Horst Blume

Gandhi "Ich selbst bin Anarchist, aber von einer anderen Art"

Verlag Graswurzelrevolution, Heidelberg 2019

140 Seiten, mit aktuellen Fotos und historischen Abbildungen

Preis 13,90 Euro, ISBN: 978-3-939045-38-0

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Diese Homepage gibt es seit 2012. Hier befinden sich aktuelle und auch ältere Artikel von mir aus den letzten vier Jahrzehnten zu Politik und Kultur.

Sie wurden in über 30 verschiedenen Zeitschriften veröffentlicht. Insbesondere in der Monatszeitschrift Graswurzelrevolution (Zeitung für eine gewaltfreie, herrschaftslose Gesellschaft) und in der Vierteljahreszeitschrift Schwarzer Faden.

Neben den Themen Atomkraft und Ökologie sind Kritik an Parteien (Grüne, SPD und Die Linke), Gewerkschaften und Medien ein wichtiger Schwerpunkt meiner Artikel.

Im kulturellen Teil befinden sich Buchbesprechungen und Schriftstellerportraits, die ein weites Feld von Oskar Maria Graf über Nagib Machfus bis hin zu indischer Literatur umfassen.

In der Sparte Musik schreibe ich unter anderem ausführlich über griechischen Rembetiko und jüdische Klezmermusik, aber auch Chansons von Boris Vian und Jaques Brel sowie Protestsongs von Walter Mossmann und dem Katalanen Lluis Llach.

In der Rubrik "Lokales" geht es unter anderem um gescheiterte Großprojekte wie Lippesee, Kohlekraftwerke, THTR und Müllverbrennungsanlage mitsamt falschem Doppeldoktor Masannek und natürlich um die sozialen Bewegungen in Hamm.

Zeitschrift "Graswurzelrevolution", Libertäre Buchseiten, Oktober 2019Meine kritischen Wortmeldungen in den 80er Jahren zu den sogenannten Nationalrevolutionären, Silvio Gesell-Anhängern und zur Partei "Die Grünen" haben damals in verschiedenen Medien zu vielen Diskussionen geführt. Sie sind jetzt an dieser Stelle erstmals im Netz einsehbar.

Die Artikel in "Schwarzer Faden" (Anarchistische Vierteljahreszeitschrift) sind von 1980 bis 1986 und in "Graswurzelrevolution" von 1993 bis heute erschienen. In beiden Zeitschriften war bzw. bin ich Mitherausgeber.

Einige Beiträge über die Partei "Die Linke" sind nicht nur unter der Rubrik "Linkspartei, SPD" zu finden, sondern auch in den angrenzenden Themenbereichen "Gewerkschaften" und "Linke Bewegung" einsortiert.

Aktuelle Artikel werden neu auf der ersten Seite dieser Homepage eingestellt. Ältere Artikel, von denen es noch viele auf Papier gibt, werden nach und nach in die jeweiligen Sparten in chronologischer Reihenfolge hier einsortiert.

Zusätzliche Artikel zum THTR, zu Generation IV-Reaktoren und zur Atompolitik sind seit dem Jahr 2003 auf der Homepage www.reaktorpleite.de zu finden. Ebenso die Ausgaben 72 bis 151 der Zeitschrift "THTR-Rundbrief", die ich ebenfalls herausgebe.

Horst Blume

 


Aus: "Graswurzelrevolution" Nr. 442, Oktober 2019

Buch: Omar Shahid Hamid "Der Jihadist"Krimi, Cricket und Jihadisten

Geht das alles zusammen? Aber klar doch. Der Buchautor Omar Shahid Hamid arbeitet selbst im pakistanischen Polizeidienst und musste für mehrere Jahre wegen islamistischer Morddrohungen das Land verlassen. Während dieser Zeit schrieb er drei Kriminalromane. Einer davon ist "Der Jihadist".

Er handelt von dem späteren islamistischen Terroristen Aussi und seinem Freund Eddy, die in der Mannschaft einer renomierten anglisierten Schule in der 15 Millionen-Stadt Karachi begeistert Cricket spielen. Ganz Pakistan ist geradezu besessen von diesem Sport, den die Kolonialmacht Großbritannien ins Land gebracht hat.

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Aus: "Graswurzelrevolution" Nr. 441, September 2019

Savina Yannatou und die Gruppe "Primavera en Salonico": "Songs of Thessaloniki" (2015) Savina Yannatou: Keine "schöne Folklore"!

Ein irritierter Kritiker bescheinigte auf der ausgerechnet vom bundesdeutschen Ministerium für Finanzen verantworteten Homepage "So klingt Europa", der griechischen Sängerin Savina Yannatou einen von "frecher Intelligenz und punkigen Einstellung geprägten Stil" (1). Jenseits von Syrtaki und Theodorakis fällt es offenbar selbst BerufskritikerInnen in den Medien nicht leicht, die Musik Yannatous zu beschreiben. Denn eigenwillig und außerhalb des Mainstreams erkundet sie zusammen mit dem akustischen Musikensemble "Primavera en Salonico" nicht nur die facettenreiche Musik Griechenlands, sondern singt ebenfalls die Lieder der Nachbarn auf dem Balkan, in der Mittelmeerregion und im Nahen Osten. Ihr Schwerpunkt sind die sephardischen Lieder der JüdInnen.

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Aus: "Graswurzelrevolution" Nr. 440, Sommer 2019, veröffentlicht am 6. 6. 2019

Antisemitismus in Deutschland 74 Jahre nach der Shoa

Neue Synagoge Berlin, Centrum Judaicum, Oranienburger Straße "Nun schacher nicht wie ein Jude, gib mal ordentlich Rabatt", hörte ich einen Kunden zu meinem Chef bei der Preisverhandlung für ein Produkt sagen. Als kaufmännischer Lehrling saß ich daneben und spitzte meine Ohren. Dies geschah 1977, als zur gleichen Zeit der langjährige Skandal um Rainer Werner Fassbinders Theaterstück "Der Müll, die Stadt und der Tod" gerade seinen ersten Höhepunkt überschritten hatte. Dem Regisseur wurde vorgeworfen, er bestärke mit seinem Stück und der dort auftretenden Figur des "reichen Juden" judenfeindliche Ressentiments. Seit 1945 bestehen bis heute antisemitische Einstellungen in unterschiedlichen Ausformungen in Deutschland fort.

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Aus: "Graswurzelrevolution" Nr. 437, März 2019

Indien: So weit die Füße tragen

P. V. Rajagopal: "Reise in ein anderes Indien" (Buch)Wenn in diesem Jahr die indische Landrechtbewegung Ekta Parishad ihren zehntausend Kilometer langen und zwölf Monate dauernden Fußmarsch von Delhi nach Genf zum Sitz der UNO beginnt, dann werden die Menschen in Europa wahrscheinlich wegen dieser außergewöhnlichen Protestform aufhorchen. Der Landraub großer Konzerne hat in den letzten Jahrzehnten dramatische Ausmaße angenommen und zu einer Massenverelendung unter den etwa 200 Millionen Adivasis (UreinwohnerInnen) und Dalits ("Unberührbare") in Indien geführt. Seit über 25 Jahren wehren sich zehntausende Landlose mit aufsehenerregenden Fußmärschen gegen diese Ungerechtigkeiten und knüpfen damit an eine gewaltfreie Massenmobilisierung an, die Gandhi mit seinem Salzmarsch im Jahre 1930 bereits praktiziert hat.

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Originalbeitrag vom Januar 2019

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist "Märchenonkel" im Land?

Springer-Dutschke. Straßenecke in Berlin. Foto: Horst Blume"Aber es stand doch im Spiegel, hast Du das etwa nicht gelesen?" musste ich mir oft genug von Hochwohlinformierten anhören. – Nein, das hatte ich nicht gelesen. Ich bevorzuge jede Menge kleinerer Alternativblättchen aus recht unterschiedlichen Richtungen. In den letzten vier Jahrzehnten kaufte ich mir insgesamt allerhöchstens fünf Ausgaben des Spiegels. Wenn es gar nicht anders ging, machte ich mir im Nachhinein ein paar Kopien. Das funktionierte auch. Die elitäre Wichtigtuerei des Spiegels ging mir auf die Nerven. Willy Brandt sagte 1974 seine Meinung sehr direkt: "Scheißblatt"! - Die aktuellen Irritationen über die Lügen von Spiegel-Reporter Claas Relotius blenden aus, dass bei den herrschenden Medien schon seit längerer Zeit der Weg vom unterhaltsamen Storytelling über die inszenierte Reportage zum "Märchenonkel" recht kurz war.

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Aus: "Graswurzelrevolution" Nr. 431, September 2018

Thessaloniki: Die Vernichtung der "Judenstadt" und ihre Folgen

Gedenkstätte in Thessaloniki. Foto: Horst Blume"Denkt überhaupt irgendjemand darüber nach, was früher hier passiert ist?", geht mir durch den Kopf, als ich Thessalonikis laute Straßen mit ihren hässlichen Betonbauten durchstreife, vorbei an Menschenmassen, die mit Einkaufstaschen bepackt umhereilen. Mit dreizehn Jahren fiel mir Zuhause ein postkartengroßes, schmales Heftchen in die Hände: "Ein kleiner Spaziergang durch Saloniki. Andenken zum Einmarsch der Deutschen Truppen in Saloniki am 9. April 1941". Es war das letzte Lebenszeichen des zwanzigjährigen Onkels meiner Mutter, bevor er ein paar Monate danach von griechischen PartisanInnen getötet wurde. Mein Interesse war geweckt. Fünfzig Jahre nach der Entdeckung des Heftchens bin ich hier. Ich frage mich, wie konnten 46.000 sefardische JüdInnen Salonikis nach Auschwitz deportiert und fast alle umgebracht werden? Wie wird in Thessaloniki und in Deutschland mit dieser Vergangenheit umgegangen?

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Aus: "FUgE-News" Nr. 1, Juli 2018

Indien: Fußmarsch gegen Landraub bis nach Europa!

Fußmarsch 2012, Foto: Herbert SauerweinIndien beflügelt oft exotische Touristenphantasien und wird gerne als "größte Demokratie der Welt" bezeichnet. Hierbei wird ausgeblendet, dass über 800 Millionen Menschen dort als arm gelten und ein Drittel der 1,3 Milliarden Einwohner chronisch unterernährt ist. Der aggressive Hindunationalismus hat durch Ministerpräsident Modi die Regierungsmacht übernommen und Rassismus, ethnischer Chauvinismus, Kastenterror und Drangsalierung von muslimischen und christlichen Minderheiten bestimmen vielfach den Alltag. Zwei Millionen Frauen und Mädchen werden pro Jahr ermordet.

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Aus: "Graswurzelrevolution" Nr. 427, März 2018

"Fünf Minuten vor Vier" – Mehr als nur eine Uhrzeit!

Bhisham Sahni, "Fünf Minuten vor Vier"Der in Pakistan geborene Bhisham Sahni (1915 – 2003) ist in Indien einer der bekanntesten Schriftsteller. Er erlebte während der Teilung Indiens 1947 hautnah mit, wie Familien auseinandergerissen und bei den religiösen Unruhen und Gewaltausbrüchen zwischen Hindus, Moslems und Sikhs etwa eine Million Menschen umgebracht wurden. Es kam zu Massenfluchten der verschiedenen Gruppen in jeweils entgegengesetzte Richtungen. Sahni, der zu dieser Zeit als Helfer in einem Flüchtlingslager arbeitete, konnte erst 25 Jahre später über diese grauenvollen Ereignisse unter anderem in seinem berühmten, kontrovers diskutierten und verfilmten Romanklassiker "Tamas" schreiben.

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33 Berichte zu Aktionen von 'Ekta Parishad' aus den Jahren 2014 bis 2017

logo-ekta-parishadEquity, Solidarity, Justice - Landrechtbewegung in Indien

Meldungen und kürzere Berichte über die Arbeit von Ekta Parishad sind oft sehr verstreut im Netz und bei Facebook zu finden. Hier habe ich in chronologischer Reihenfolge 33 Artikel über Aktivitäten und Ereignisse geschrieben, die ich besonders wichtig finde. Über den Beginn der Kampagne "Jai Jagat 2020" berichte ich ebenfalls. Ganz unten sind in einem zweiten Teil die Links zu älteren Artikeln in Zeitungen und Medien aufgeführt.

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