Aus: "Westfälischer Anzeiger" vom 14. Januar 2006

THTR-Atommüll in Gorleben, Morsleben, Hanau, Ahaus

Bevor Wirtschaftsministerin Thoben einen neuen Hochtemperatur-Reaktor (THTR) in die Diskussion bringt, sollte sie sich in NRW erst einmal um die Altlasten dieser Pleitetechnologie kümmern. Stilllegung und Abbau allein des Mini-HTR´s in Jülich kostet fast 400 Millionen Euro und wird noch mehre Landtags-Legislaturperioden in Anspruch nehmen.

Nur der einfache "Stilllegungsbetrieb" des zwanzig mal größeren THTR´s in Hamm kostet das Land NRW jährlich 5,6 Millionen Euro. Im Jahre 2009 laufen die alten Zahlungsvereinbarungen aus und es wird neu mit der Atomindustrie verhandelt werden müssen.

Auch in der Zeit nach 2009 werden die NRW-Steuerzahler noch jahrzehntelang die Zeche für eine verfehlte Energiepolitik zahlen müssen.

Der Atommüll des THTR lagert in Gorleben, Morsleben, Hanau und Ahaus. Hunderttausende von radioaktiven Brennelementekugeln in dem Zwischenlager Ahaus sorgten in den letzten Jahren dür diverse Überwachungs-Alarmmeldungen, denen in aufwändigen Untersuchungen nachgegangen werden musste. Ein sicheres Endlager gibt es 17 Jahre nach der THTR-Stillegung immer noch nicht.

Ministerin Thoben sollte es ebenfalls nicht entgangen sein, dass in Zukunft das Uran mindestens genauso knapp wie das Erdöl sein wird.

Zeichnung von Fritz BrümmerAnmerkungen

Selbstverständlich kostet der Rückbau des THTR in Jülich inzwischen deutlich mehr als die von mir 2006 genannten 400 Millionen Euro ...

"THTR: Der Pleite-Reaktor verschlingt 73 Jahre lang Unsummen!" Aus: "anti atom aktuel", Nr. 242, Juni 2014

https://www.machtvonunten.de/atomkraft-und-oekologie/238-thtr-der-pleite-reaktor-verschlingt-73-jahre-lang-unsummen.html

"Hamm/Morsleben: Einen Schlußstrich kann es nicht geben!" Aus: "Ökologisch" Nr. 4, 2000

https://www.machtvonunten.de/lokales-hamm/389-hamm-morsleben-einen-schlussstrich-kann-es-nicht-geben.html

 

 

 

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